Häufigkeit der Nachfüllung

Mit dem Wiederbefüllen der Druckerpatronen kann man erhebliche Kosten sparen, jedoch nur, wenn man über die notwendigen Kenntnisse verfügt und gewisse Abstriche in der Qualität in Kauf nimmt. Besonders zu beachten ist, dass nicht permanente Druckköpfe, wie zum Beispiel die von HP, verschleißen und die Ausdrucke dann schnell schlechter werden.

Häufigkeit der NachfüllungJedoch ist bei der Häufigkeit der Nachfüllung der Druckertinte zu beachten, dass man diese nicht unendlich oft machen kann. Wie oft eine Tintenpatrone nachgefüllt werden kann, hängt von einigen Faktoren ob. Vor allem Patronentypen, die einen Schwamm beinhalten, können pro Füllung immer weniger Tinte halten bis schließlich gar keine Tinte mehr im Schwamm verbleibt und neu aufgefüllte Patronen anfangen zu tropfen. Kleinere Patronen, wie beispielsweise die Patronentypen HP 500 und 600 können deshalb meist nur 2- bis 3-mal neu gefüllt werden. Bei größeren Patronen wie HP 800 oder 1200 gehen die Meinungen auseinander. Viele sagen, dass es 6- bis 12-mal möglich wäre, wobei Andere eher niedrigere Werte für sinnvoll halten. Mit genügend Erfahrungen bei der Nachfüllung ist es sogar möglich, eine größere Patrone bei wöchentlichem Nachfüllen bis zu 14 Monate am Leben zu 7 erhalten.

Zu Bedenken ist auch, dass einige Patronen, wie zum Beispiel die Schwarzpatronen von HP, unter Unterdruck stehen und somit luftdicht verschlossen werden müssen. Andere Patronen, wie zum Beispiel die Farbpatronen von HP, haben innen Atmosphärendruck und dürfen daher nicht luftdicht verschlossen werden.

Beim Wiederbefüllen von solchen Patronen muss drauf geachtet werden, das die Tinte temperaturresistent ist. Das Piezo-Verfahren nutzt Piezokristalle um die Tinte durch die Düse zu pumpen. Wird eine Spannung an ein solches Element angelegt dehnt es sich aus und drückt gegen eine Membran, welche die Tintentropfen aus der Düse schleudert. Da dieser Vorgang nur 5 Mikrosekunden dauert ergibt sich eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit mit diesen Druckköpfen. Während bei den ersten Entwicklungen dieser Drucker von Siemens Piezoröhren zum Einsatz kamen, verwendet Epson heute kleine Piezoscheiben.

Bei diesen Verfahren werden die Druckköpfe weniger belastet als beim Bubble-Jet Verfahren, das zur Folge hat, dass die Druckköpfe länger halten und in den Drucker fest verbaut werden können. Daraus ergeben sich auch billigere Preise für die Patronen, aber wenn ein Druckkopf defekt ist, ist das Gerät unbrauchbar. Bei einigen Modellen können die Druckköpfe jedoch auch ausgewechselt werden.